Freitag, 15. Juli 2016

Brennnessel für Hunde und Katzen

Jeder kennt sicher die Brennnessel und sicher hat sich schon jeder einmal an einer „verbrannt“. Wobei die kleineren Arten wesentlich schmerzhaftere Spuren hinterlassen als die großwüchsigen Exemplare.
Die Brennhaare hat die Brennnessel als sehr wirksamen Schutz gegen Fressfeinde entwickelt. Das Köpfchen, dieser Brennhaare kann schon bei einer leichten Berührung abbrechen und hinterlässt eine schräge, scharfe Bruchstelle, ähnlich der einer medizinischen Spritzenkanüle. Bei Kontakt sticht das Härchen in die Haut des Opfers und sein ameisensäurehaltiger Inhalt spritzt mit Druck in die Wunde und verursacht sofort einen kurzen, brennenden Schmerz und dann die Quaddeln (Schwellungen auf der Haut) mit Brennen oder Juckreiz.

Brennnessel als Heilpflanze
Die Brennnessel beinhaltet verschiedene Stoffe, wie Gerbstoffe, Histamin, Acetylcholin, Kalium, Kalzium, Ameisensäure, Eisen, Lezithin, Kieselsäure und die Vitamine A, C und B2. Sie kann gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt werden, unter anderem regt die Brennnessel die Nierentätigkeit an. Wirkt sich blutbildend auf die roten Blutkörper aus, senkt die Harnsäure, lindert Durchfall. Allgemein wirkt sich der Einsatz von Brennnessel positiv auf den Stoffwechsel aus. Besonders wichtig ist die Brennnessel als Futterzusatz für fleischfressende Tiere, wie Hunde und Katzen,da die Brennnessel den Körper beim Abbau der Abfallprodukte des Eiweißstoffwechsels unterstützt.

Quelle:pixabay.com
Brennnessel für Harnwege und Haut:
Die Brennnessel fördert den Stoffwechsel, wirkt harntreibend und Harnsäure abführend. Darum ist sie eine gute Hilfe bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, aber auch bei Hautproblemen. Allerdings funktioniert die „Durchspülungstherapie“ nur bei gleichzeitiger Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit. Bei mit Trockenfutter ernährten Tieren ist daher dringend von einer Fütterung der Brennnessel abzuraten. Da diese Tiere aufgrund der Art der Ernährung schon einen Flüssigkeitsmangel aufweisen, der durch die Brennnessel nur verstärkt werden würde!

Brennnessel bei rheumatischen Erkrankungen
Brennnessel hemmt Zytokine. Das sind Botenstoffe, welche die Entzündung und den Abbau des Knorpels im Gelenk bei Arthrose und Arthritis verursachen. Dadurch ist die Brennnessel eines der wenigen Heilmittel überhaupt, die fähig sind, bereits früh in den Prozess rheumatischer Erkrankungen einzugreifen. Die meisten Antirheumatika wirken allein auf Symptome aber ändern nichts am ursächlichen Problem. Die Brennnessel schon.
Da rheumatische Erkrankungen auch meist eng mit dem Zustand des Stoffwechsels und des Verdauungssystems zusammenhängen (schlechter Stoffwechsel und Übersäuerung = Ablagerung von Stoffwechselprodukten / Giften in den Gelenken), ist die Brennnessel noch weit wirksamer: Denn die Pflanze regt den Stoffwechsel an, somit werden die Gifte ausgeschieden, bevor diese sich im Gelenk ablagern können. Und da die Brennnessel außerdem basisch ist, wirkt sie auch einer Arthrose schädlichen Übersäuerung entgegen.

Vitalisierend und Krampflösend
Des weiteren ist die Brennnessel kräftigend bei Erschöpfungszuständen und löst Krämpfe. Daher auch ideal für ältere Tiere geeignet. Die Brennnessel ist also wirklich ein kleiner Schatz!

Hunde und Katzen mögen die getrockneten Brennnessel natürlich lieber stark zerkleinert. Doch Vorsicht bei Katzen können Sie die Brennnessel leicht überdosieren, dann kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Wie bei den meisten Kräutern und Nahrungsergänzungen ist eine kurweise Anwendung über 3-4 Wochen zu empfehlen und dann wieder eine Pause von min. 4 – 8 Wochen einzuhalten.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen